Corona-Arbeitsschutzverordnung

Corona-Soforthilfen der Filmförderungsanstalt (FFA)

von am 19. März 2020

Die Corona-Pandemie hat schon jetzt enorme Auswirkungen auf die Filmwirtschaft. Zur Abschwächung der dramatischen Situation hat die Filmförderungsanstalt (FFA) am 19. März 2020 in Absprache mit den Länderförderungen ein Programm mit Corona-Soforthilfen beschlossen. Dieses sieht Erleichterungen für den Bereich Filmproduktion, Kino, Verleih und Videovertrieb vor.

Nach den Regularien der Filmförderungen wären bei verschobenen oder abgebrochenen Filmprojekten an sich alle gewährten Fördergelder zurückzuzahlen. Filmausfallversicherungen der Produzenten helfen nicht. Denn der Fall einer Pandemie ist in den Versicherungsbedingungen ausgenommen. Die in vielen Fällen fortbestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Mitwirkenden der Produktion oder Dienstleistern stellen für Filmproduzenten eine existenzielle wirtschaftliche Bedrohung dar.

Corona-Soforthilfen der FFA im Bereich Filmproduktion

Durch die Corona-Soforthilfen der FFA gilt bei einer Verschiebung eines Filmprojekts nun beispielsweise:

  • Die Fristen zur Fertigstellung des Projekts können verlängert werden;
  • Ausgezahlte Förderraten werden nicht zurückgefordert;
  • Bereits fällig gestellte Förderraten werden ausgezahlt;
  • Glaubhaft dargelegte Mehrkosten bis zu einer Grenze von 30 % der kalkulierten Herstellungskosten werden anteilig zusammen mit anderen Bundes- und Länderförderungen abgedeckt.

Bei einem endgültigen Abbruch des Projekts aufgrund pandemisch höherer Gewalt wird auf die Rückzahlung bereits ausgezahlter Förderungen verzichtet, wenn der Betrag zweckentsprechend verwendet wurde.

Hilfsfonds

Um diese Maßnahmen zu finanzieren, bildet die FFA einen Hilfsfonds, der aus Rücklagen der FFA in Höhe von EUR 7,5 Mio. finanziert wird. Die finanziellen Hilfsmaßnahmen sollen nach Angaben der FFA zunächst als unbedingt rückzahlbares zinsloses Darlehen ausgereicht werden, das vorübergehend tilgungsfrei ist. Die Hilfen sind allerdings subsidiär zu Hilfen des BMWi und der KFW. Die FFA deutet an, dass ggf. weitere EUR 2,5 Mio. bereit gestellt werden könnten.

Die FFA macht in ihrer Ankündigung deutlich, dass der Rückgriff auf die Rücklagen einen starken Eingriff in die Fördermöglichkeiten im Jahr 2021 bedeutet. Das gilt erst recht, da gleichzeitig mit dramatischen Defiziten bei den Einnahmen aus der Filmabgabe zu rechnen ist.

Der Filmwirtschaft stehen große Herausforderungen bevor.

Einzelheiten zum FFA-Soforthilfeprogramm finden sich hier.

Artikel auf weitere Entwicklungen in der Corona-Krise finden sich in unserem Blog.

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